Imnage

Karneol

Synonyme: Karniol, corniol, corneolus

Karneol besitzt eine regenerative, durchblutungsfördernde und antibakterielle Wirkung. In seiner Geschichte wurde er bei Beschwerden, die in Zusammenhang mit Blut und Unterleibsbeschwerden stehen eingesetzt. Er hilft bei einer Vielzahl von Bluterkrankungen, blutenden Wunden und in der Schwangerschaft. Auf geistiger Ebene stärkt er Entschlusskraft, Standfestigkeit, Durchsetzungsvermögen und Tatkraft.

Elementverteilung

10 %
Erde
0 %
Wasser
20 %
Luft
70 %
Feuer
+ +
Ladungtagladend
zornhemmend
Tatkraft
Kreativität
Entschlusskraft
Durchsetzungskraft
blutungshemmend
Blutfluss
Besänftigung

Etymologie

Die Herkunft der Bezeichnung Karneol ist nicht eindeutig geklärt. Laut Hildegard von Bingen leitet sich der Name in Anlehnung zur Farbe von der Kornelkirsche ab. Im Mittelalter war die übliche lateinische Schreibweise für den Stein corneolus. Späterhin wurde der Stein aber auch als cornelius oder als corniol bezeichnet. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Schreibweise Karniol geläufig. Ausgehend von den verschiedenen überlieferten Schreibweisen existieren in der modernen Wissenschaft im wesentlichen zwei Ansätze von denen der eine den Begriff Karneol auf die „Fleischfarbe“, der andere es auf das Wort für „Horn“ und „Nagel“ zurückführen versucht.

Konrad von Megenberg: Karneol (Corneolus)

«Er besänftigt Zorn und stillt Blutungen, wenn das Blut von einem Gliede oder aus der Nase fließt, besonders aber bei Frauen, die an Blutungen leiden. In der Bibel heißt es die Kinder Israels hätten vor Zeiten in der Wüste vielfach diesen Stein geschnitten, so wie man Siegel schneidet, und das haben sie nicht ohne Grund getan.»

- Buch der Natur | Julius Abel Verlag, 1897, S.380
Lonitzer, Adam: Karneol (Carneolus)

«Er stillet das Blut und insonderheit der Frauen Fluss und Feigblättern.»

- Kräuterbuch | Daniel Bartholomae, 1703, S.726
Johann Wonnecke von Kaub: Karneol (Corneol)

«Corneolus ist ein rot gelber Stein durchsichtig und rot dunkel fleischfarben. So man ihn poliert so gleißt er sehr. Er stillt das Blut und besonders der Frauen Fluss und Feuchtblattern. So man ihn in einem Ring trägt so unterdrückt er Zorn.»

- Gart der Gesundheit | Frankfurt a.M., Gülfferich, 1552, S.58

Herleitung

Literaturverzeichnis