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Karneol

Synonyme: Karniol, corniol, corneolus, Carolin, Kornalin

Karneol besitzt eine regenerative, durchblutungsfördernde und antibakterielle Wirkung. In seiner Geschichte wurde er bei Beschwerden, die in Zusammenhang mit Blut und Unterleibsbeschwerden stehen eingesetzt. Er hilft bei einer Vielzahl von Bluterkrankungen, blutenden Wunden und in der Schwangerschaft. Auf geistiger Ebene stärkt er Entschlusskraft, Standfestigkeit, Durchsetzungsvermögen und Tatkraft.

Elementverteilung
10 %
Erde
0 %
Wasser
20 %
Luft
70 %
Feuer
+ +
Ladungtagladend
Besänftigung
Bluterkrankungen
Blutfluss
Blutstauungen
Blutwunden
durchblutungsfördernd
Durchsetzungskraft
Durchsetzungsvermögen
Entschlusskraft
Erneuerung
Herz
Kreativität
Standfestigkeit
Tatkraft
Treue
zornhemmend
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Etymologie

Die Herkunft der Bezeichnung Karneol ist nicht eindeutig geklärt. Laut Hildegard von Bingen leitet sich der Name in Anlehnung zur Farbe von der Kornelkirsche ab. Im Mittelalter war die übliche lateinische Schreibweise für den Stein corneolus. Späterhin wurde der Stein aber auch als cornelius oder als corniol bezeichnet. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Schreibweise Karniol geläufig. Ausgehend von den verschiedenen überlieferten Schreibweisen existieren in der modernen Wissenschaft im wesentlichen zwei Ansätze von denen der eine den Begriff Karneol auf die „Fleischfarbe“, der andere es auf das Wort für „Horn“ und „Nagel“ zurückführen versucht.

Überlieferung & Mythos

Karneol zählt zu den ältesten von Menschen genutzten Steinen. Die ältesten Belege für die Verarbeitung von Karneol stammen aus der Jungsteinzeit. Im alten Ägypten wurde der Stein zu Siegelringen und Gemmen verarbeitet und diente als solches, beispielsweise für den Pharao Ramses II, als Machtsymbol der Herrscherklasse. Sehr früh bediente man sich in seinem Zusammenhang der Technik des Ätzens. Entstanden in Indien, wurde diese Technik unter anderem auch in Mesopotamien genutzt. Die zuerst vorwiegend in Indien entstandenen Schmuckstücke erreichten sehr früh, bereits im Bronzezeitalter, über Handelsrouten ihren Weg bis in den arabischen Raum.[2] Späterhin in der Eisenzeit etwa 800 vor Christus bis 500 nach Christus erreichten sie schließlich sogar Südostasien, wie beispielsweise das heutige Kambodscha und Thailand, was die hohe Bedeutung dieses Steins belegt.[3] Er ist einer der zwölf Steine des Schilds des Hohenpriesters zu Israel und einer der zwölf Steine der Stadtmauer, der in der Bibel erwähnten Stadt, Neujerusalem. Aufgrund seines hohen Vorkommens in der Region, die man heute gemeinhin als Vereinigte Arabische Emirate bezeichnet, besitzt der Stein eine in dieser Region und insbesondere im Islam einzigartige Sonderstellung. So soll der Überlieferung nach der Prophet Mohammed einen silbernen Siegelring mit einem eingefassten rechteckigen Karneol auf dem in kufischer Schrift „Mohammed, Prophet Gottes“ stand, getragen haben. Doch auch in Europa genoss der Stein höchstes Ansehen. In römischer Kaiserzeit (0–375) war Karneol neben Glas das häufigste Material zur Herstellung von Gemmen und diente auch im mittelalterlichen Europa, wie beispielsweise bei August dem Starken, als Sinnbild für Reichtum, Erfolg und Macht.

Konrad von Megenberg: Karneol (Corneolus)

«Er besänftigt Zorn und stillt Blutungen, wenn das Blut von einem Gliede oder aus der Nase fließt, besonders aber bei Frauen, die an Blutungen leiden. In der Bibel heißt es die Kinder Israels hätten vor Zeiten in der Wüste vielfach diesen Stein geschnitten, so wie man Siegel schneidet, und das haben sie nicht ohne Grund getan.»

- Buch der Natur | Julius Abel Verlag, 1897, S.380
Lonitzer, Adam: Karneol (Carneolus)

«Er stillet das Blut und insonderheit der Frauen Fluss und Feigblättern.»

- Kräuterbuch | Daniel Bartholomae, 1703, S.726
Johann Wonnecke von Kaub: Karneol (Corneol)

«Corneolus ist ein rot gelber Stein durchsichtig und rot dunkel fleischfarben. So man ihn poliert so gleißt er sehr. Er stillt das Blut und besonders der Frauen Fluss und Feuchtblattern. So man ihn in einem Ring trägt so unterdrückt er Zorn.»

- Gart der Gesundheit | Frankfurt a.M., Gülfferich, 1552, S.58

Herleitung

Literaturverzeichnis