Imnage

Serpentin

Synonyme:

Serpentin besitzt eine blutkörperbildende und entgiftende Wirkung. In seiner Geschichte wurde er gerne gegen Gifte und zur Stärkung des Abwehrsystems eingesetzt. Er wirkt auf Nieren und Lunge. Auf geistiger Ebene stärkt er Durchhaltevermögen und Ausgeglichenheit.

Elementverteilung
10 %
Erde
35 %
Wasser
35 %
Luft
20 %
Feuer
+ −
Ladungtagladend
Ausgeglichenheit
Durchhaltevermögen
Entgiftung
gifthemmend
Immunsystem
Kopfschmerz
Schlange
Vergiftung
Serpentin (3-6 cm) ~ 150 g
Serpentin
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Etymologie

Serpentin (altgr. λίθος ὀφίτης [lithos ophites] lat. gemma serpentina bzw. (lapis) serpentina) ist ein aufgrund der Musterung und Wirkung nach der Schlange benannter Stein. Laut Plinius dem Älteren im 36 Buch seiner „naturalis historia“ soll das Gestein aufgrund seiner der Schlangenhaut ähnlichen Maserung, seinen Namen erhalten haben. Abgesehen von der grünen heute gängigen Variätet des Gesteins wurden in der Antike auch weiße, schwarze und aschfarbene Gesteinsarten mit vergleichbarer Schlangenmusterung als Serpentin bezeichnet. Neben der von Plinius überlieferten optischen Herleitung des Begriffsursprungs existieren auch medizinische Überlieferungen, die das Gestein gründend auf einer Steinwirkung in einen begrifflichen Zusammenhang mit der Schlange bringen. So soll beispielsweise laut der Schrift „Lithika“ des Pseudo Orpheus der Stein in gepulverter Form auf eine Wunde gestreut dem Schlangengift entgegenwirken. In mittelalterlichen Texten soll er als Schutzamulett am Körper getragen vor Schlangenangriffen schützen.

Überlieferung & Mythos

Serpentin besitzt aufgrund seiner Vielfalt, seiner geringen Härte und seiner guten und einfachen Bearbeitbarkeit eine breite und frühe Verwendungsgeschichte. Bis heute steht in Diskussion ob es sich beim zehnten Stein im Schild des Hohepriesters von Israel um eine durchsichtige Variation des Gesteins gehandelt haben könnte. Die Beantwortung dieses Rätsels würde auch die Frage beantworten ob Serpentin repräsentativ für ein ganzes Volk sowie ein Gebiet in der Menschheitsgeschichte gestanden haben könnte. In den uns bis in die Gegenwart erhaltenen Schriften ist uns jedenfalls belegt das Serpentin neben einer medizinischen Anwendung vermehrt auch bei Tempelbauten für kleinere Säulen eingesetzt wurde. Mythologisch und begrifflich steht der Stein in einem engen Zusammenhang mit dem Symbol der Schlange sowie überhaupt der Heilkunst. Zu Pulver zerrieben wurde er in der Medizin auf Wunden gestreut und zur Neutralisierung von Schlangengift eingesetzt. Weiters band man Serpentin auf Bisswunden um deren Heilung zu fördern und setzte ihn gemäß den Überlieferungen des Dioskurides auch gegen Kopfschmerzen ein. Als Schutzstein vor Schlangen könnte er gegen diese nicht nur beim Tragen sondern eingearbeitet in Tempelanlagen auch zum Schutz und einer Vertreibung von diesen gedient haben. Neben seinen Einsatz als Säulengestein wurden vielfach auch Gefäße aus ihm gefertigt. Besonders im Mittelalter und späteren 17. Und 18. Jahrhundert war es üblich Kelche, Schalen und Krüge aus dem Gestein zu verfertigen und mit Gold zu verzieren. Legenden, Gerüchten und dem Aberglauben zufolge sollen aus Serpentin gefertigte Gefäße durch ein Zerbrechen einen etwaigen vergifteten Inhalt erkenntlich gemacht haben. Ein der herausragendsten Serpentinsammlungen befindet sich bis heute im sogenannten Grünen Gewölbe in Dresden.

Dioscorides Pedanius: Serpentin (ophites)

«Alle sind, umgebunden, hilfreich gegen Schlangenbisse und Kopfleiden. Von dem mit weissen Streifen berichtet man ganz besonders, dass er Lethargie und Kopfschmerzen heile.»

- Kräuterbuch | Ferdinand Enke Verlag, 1902, S.551
Plinius der Ältere: Serpentin (Ophites)

«Beide sollen aufgebunden auf die Kopfschmerzen und auf die Schlangenbisse lindernd wirken; Manche lassen den weißlichen auch den Verrückten und Schlafsüchtigen aufbinden.»

- Römische Prosaiker | Stuttgart, 1855, Buch 37 S.4174-4175
Pseudo Orpheus: Serpentin (Ophietis)

«Lerne nunmehr, nicht zu fürchten das Gift langleibiger Schlangen. Heisse du nämlich den Stein Ophietis fein zu zerreiben, Wenn dir ein Mann je kommt, von den schrecklichen Zähnen verletzet Streu auf die Wund ihn sodann, und sichere Hilfe wird da sein.»

- Lithika | Bruchsal, 1876, S.17

Herleitung

Literaturverzeichnis