Rhyolith

Vulkanit (Quarz, Feldspat)

Synonyme:

Rhyolith besitzt eine harmonisierende, regenerierende und durchblutungsfördernde Wirkung. Traditionell wurde er bei chronischen Entzündungen, Gelenkschmerzen und Verspannungen eingesetzt – besonders im Bereich von Rücken, Schultern und Knien. Auf geistiger Ebene unterstützt Rhyolith das Loslassen alter Muster, fördert emotionale Beweglichkeit und bringt innere Ruhe bei Unruhe oder Grübelschleifen.

Elementverteilung
100 %
Erde
0 %
Wasser
0 %
Luft
0 %
Feuer
+ +
Ladungtagladend

Etymologie

Überlieferung & Mythos

Rhyolith ist ein vulkanisches Ergussgestein, das chemisch dem Granit entspricht. Der Name leitet sich vom griechischen ‚rhyax' (Lavastrom) ab; eine spezifische Überlieferung liegt nicht vor.

Herleitung

Chakren

Chakra
KA

Rhyolith wirkt besonders kraftvoll im Wurzelchakra, wo er Erdung, Stabilität und festen Halt schenkt. Sein starker Erdanteil und seine erdigen, mehrfarbigen Töne machen ihn zu einem ausgeprägten Stein der Bodenständigkeit. Er kräftigt das Körpergefühl, verleiht eine ruhige, präsente Ausstrahlung und gibt stetige, unaufgeregte Impulse zum beständigen Vorangehen.

Im Herzchakra wirkt Rhyolith ausgleichend und gefasst. Sein ausgewogener Luftanteil sorgt für gelassene Klarheit und hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren, sodass er die Selbstannahme weniger über tiefe Gefühlswallungen als über stille Beständigkeit unterstützt.

Nebenchakren: 

Das Wort Chakra ist Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie Rad, wird gelegentlich aber auch mit Kreis oder Lotosblüte übersetzt. Grundlegend handelt es sich bei Chakren um Energiezentren welche die innere mit der äußeren Welt verbinden. Die klassischen sieben Hauptchakren befinden sich bei allen Lebewesen entlang der Wirbelsäule.

Elemente

Elementverteilung
0 %
Erde
0 %
Wasser
0 %
Luft
100 %
Feuer
− −
Ladungnachtladend

Rhyolith wird in seiner Elementverteilung vom Element Erde angeführt, das ihm seinen gegründeten, beständigen und ausgleichenden Charakter verleiht. Ergänzend wirken die Elemente Feuer und Luft zu gleichen Teilen mit und geben ihm Wärme und Beweglichkeit, während das Element Wasser nur wenig in Erscheinung tritt. Wegen des überwiegenden Erdanteils empfiehlt es sich, den Stein in den Nachtstunden aufzuladen. Über das Element Erde üben besonders Venus und Saturn ihren Einfluss aus, während Merkur über das Element Luft hinzutritt. Aufgrund des vorherrschenden Erdelements wird die Polarität weiblich und negativ gewertet.

Wie bei allen Steinen übt das Element Feuer einen spirituellen, das Element Luft einen psychologischen, das Element Wasser einen mentalen und das Element Erde einen physischen Einfluss in Wechselwirkung mit dem Makrokosmos auf uns aus.

Element

Feuer: Mit seinem moderaten Feueranteil gibt Rhyolith ruhige, stetige Impulse. Er weckt Tatkraft, ohne zu drängen, und unterstützt ein beständiges Vorangehen.

Element

Luft: Sein ausgewogener Luftanteil sorgt für gelassene Klarheit. Rhyolith hilft, Gedanken zu ordnen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Element

Wasser: Mit seinem geringen Wasseranteil rührt Rhyolith nur wenig an die tieferen Gefühlsebenen. Er wirkt eher nüchtern als gefühlsbetont und lässt das Gemüt unaufgeregt.

Element

Erde: Durch seinen starken Erdanteil ist Rhyolith ein ausgeprägter Stein der Erdung. Er verleiht festen Halt, kräftigt das Körpergefühl und schenkt eine bodenständige Ausstrahlung.

Entstehung & Vorkommen

Rhyolith ist ein feinkoerniges bis glasiges vulkanisches Gestein und bildet das ergussmagmatische Aequivalent des Granits. Er ist kieselsaeurereich (felsisch) und besteht ueberwiegend aus Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas, haeufig mit eingesprengten groesseren Kristallen (Einsprenglingen) in einer dichten Grundmasse.

Rhyolith entsteht, wenn zaehfluessige, siliziumreiche Lava an oder nahe der Erdoberflaeche rasch abkuehlt. Wegen der hohen Viskositaet solcher Schmelzen sind die zugehoerigen Eruptionen oft explosiv; neben Lavastroemen treten daher Bimse, Aschen und Ignimbrite auf. Die schnelle Abkuehlung verhindert die Bildung grosser Kristalle, sodass die Grundmasse fein verwachsen oder glasig bleibt; bei rascher Erstarrung kann auch vulkanisches Glas (Obsidian) entstehen.

Farbige, gebaenderte oder gefleckte Rhyolithe werden als Schmuck- und Dekorsteine verwendet; verbreitete Vorkommen finden sich in jungen und alten Vulkangebieten weltweit, etwa in den USA, Mexiko und Mitteleuropa.

Aussehen & Eigenschaften

Rhyolith ist kein Mineral, sondern ein feinkoerniges bis glasiges vulkanisches Gestein und besitzt daher kein eigenes Kristallsystem [1]. Sein Gefuege ist typischerweise porphyrisch: Groessere, gut auskristallisierte Einsprenglinge von Quarz und Feldspat liegen in einer sehr feinkoernigen bis glasigen Grundmasse, die wegen der raschen Abkuehlung der zaehfluessigen, kieselsaeurereichen Lava nur unvollstaendig kristallisieren konnte [1]. Verbreitet sind Fliessgefuege (Baenderung) sowie kugelige, radialstrahlige Verwachsungen (Sphaerolithe); als chemisch-mineralogisches Aequivalent des Granits besteht Rhyolith ueberwiegend aus Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas [1].

Die physikalischen Eigenschaften ergeben sich aus diesem Mineralbestand: Die Haerte wird durch Quarz und Feldspat bestimmt und liegt bei etwa 6 bis 7 auf der Mohsskala, die Dichte betraegt rund 2,4 bis 2,6 g/cm3 [1]. Als Gestein zeigt Rhyolith keine Spaltbarkeit, sondern einen muscheligen bis splittrigen Bruch, und hinterlaesst einen weissen Strich. Der Glanz der Bruchflaechen ist meist matt, glasige Partien koennen fettig bis glasig glaenzen; das Gestein ist undurchsichtig und tritt haeufig mehrfarbig in Braun-, Gruen- und Cremetoenen auf, wobei die Faerbung von Eisenoxiden und der feinen Verwachsung der Gemengteile herruehrt [1].

Diagnostisch kennzeichnend sind die felsische (helle, kieselsaeurereiche) Zusammensetzung, das porphyrische Gefuege mit Quarz-Einsprenglingen und die geringe Dichte gegenueber basischen Vulkaniten [1]. Gebaenderte oder gefleckte Varietaeten werden als Schmuck- und Dekorsteine genutzt; bei besonders rascher Erstarrung der gleichen Schmelze entsteht statt eines kristallinen Gefuges vulkanisches Glas (Obsidian) [1].

Structure
Formel Vulkanit (Quarz, Feldspat)
Mineralklasse
Kristallsystem — (Gestein)
Mohshärte 6-7
Dichte 2.4-2.6
Spaltbarkeit -
Bruch
Strichfarbe weiß
Farbe/Glanz matt

Manipulation & Imitation

Rhyolith ist ein vulkanisches Gestein, das im Handel meist unter Phantasienamen wie „Rainforest Jasper“ (Regenwald-Jaspis), „Leopardenfell-Jaspis“ oder „Orbicular Jasper“ gefuehrt wird; die Bezeichnung „Jaspis“ ist dabei mineralogisch ungenau und nur als Handelsname ueberliefert[2]. Der ueberwiegende Teil des Materials wird lediglich geschnitten und poliert. Das Faerben und Traenken poroeser bzw. feinkoerniger Gesteine zaehlt jedoch zu den aeltesten und am besten dokumentierten Veredelungsverfahren im Edelsteinhandel und ist gemmologisch nachweisbar[1].

Bei Rhyolith betreffen Behandlungen vor allem poroesere oder weniger feste Partien: Diese werden gelegentlich gewachst oder mit Kunstharz stabilisiert, um Politur und Haltbarkeit zu verbessern. Auffaellig kraeftige, gleichmaessige oder gar grelle (neonartige) Farben deuten dagegen auf eine kuenstliche Faerbung hin[2]. Als eigenstaendiges Imitat tritt Rhyolith kaum auf; eher dient er selbst als preiswertes, gemustertes Schmuckmaterial.

Eine Faerbung verraet sich durch Farbanreicherungen in Rissen und Poren sowie durch einen Farbabrieb bei einem Test mit Aceton; eine Wachs- oder Harztraenkung laesst sich an einem leicht fettigen Oberflaecheneindruck und an erhoehter Geruchsentwicklung beim Anwaermen erkennen[1][2]. Bei naturbelassenen Stuecken bleibt die fuer das Gestein typische, unregelmaessige Baenderung und Fleckung erhalten.

Literaturverzeichnis

Sorte